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Neujahrsempfang der Landesregierung

Fünf Jugendsanitäter präsentierten die Nachwuchsarbeit des DRK-Kreisverbandes Göppingen beim Neujahrsempfang der Landesregierung in Stuttgart

Die Jugendsanitäter mit deren Betreuern vor dem Stuttgarter Schloss.

Punkt 14 Uhr starteten am 15.Januar drei DRK-Fahrzeuge von Hattenhofen Richtung Stuttgart. Sabrina, Benedikt, Janine, Yanik und Marcel waren mit den Betreuern Marc und Matthias auf dem Weg ins Neue Schloss – zum traditionellen Neujahrsempfang der Landesregierung. Christian Strisow fuhr den Gerätewagen der Schnelleinsatzgruppe Geislingen. Zelte, Tragen und allerlei Ausrüstung hatten sie vorher sorgfältig eingepackt. Justine Wölfl begleitete die Truppe, sie war für einen Kernbereich, für die Verpflegung verantwortlich.

Rainer Kienzle, seit 2001 Leiter des Jugendrotkreuz im Kreisverband, war vom Landesverband gebeten worden, die bislang einzigartige Nachwuchsarbeit vorzustellen.
Vor eineinhalb Jahren startete der Kreisverband das Pilotprojekt „Jugendsanitäter“. Seit einem halben Jahr ist es offiziell eingeführt und von vielen Seiten mit Lob bedacht: Jugendliche werden in einer zweijährigen Ausbildung zu Jugendsanitätern ausgebildet und damit an die DRK-Arbeit fachkundig und jugendgerecht herangeführt.
Der Landesverband des Roten Kreuzes will das Göppinger Modell künftig zur Nachahmung weiterempfehlen. Da liegt es nahe, dass die Kids zwischen 14 und 16 selbst zeigen, was sie können.
Die Hattenhofer Jugendlichen präsentierten stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen im Kreis ihr Tun und erlebten dabei einen wirklich besonderen Tag.

Im Schlosshof angekommen, bauten die Mädels und Jungs zügig ein Verpflegungszelt für alle Helfenden auf. „Tee, Punsch und Saitenwürstchen für Alle“ lautete der Auftrag. Die Jugendsanitätsarbeit stellten sie gleich daneben mit einer „Vierer-Ablage“ im schützenden Zelt vor. Vier Tragen, jede Menge Decken, ein Sauerstoffgerät mit vier Abzweigungen, eine umfangreiche Medikamenten-Box, ein fester Behälter für Infusionslösungen und sinnvoll dazugehörendes Material wurden schnell und geschickt aufgebaut. Hier könnten im Notfall vier Verletzte medizinisch versorgt werden, bis sie in umliegende Krankenhäuser gebracht werden würden.
An Bilder-Tafeln zeigten Sabrina, Janine, Benedikt, Yanik und Marcel die unterschiedlichen Aktivitäten der Jugendgruppen.

Zwischen lodernden Schwedenfeuern präsentierte sich auch Jugendliche anderer Hilfsorganisationen. Auch Bergwacht, Rettungshundestaffel,  Feuerwehr, DLRG und sogar Fahnenschwinger waren eingeladen. Schnell kamen die Hattenhofer Rotkreuzler ins Gespräch, es wurde geplaudert, gescherzt und interessiert geschaut, was „die Anderen“ machen. Schon vor dem offiziellen Beginn des Empfangs spazierte Prominenz aus Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft durch die vielfältigen Präsentationen. EU-Energie-Kommissar Günther Öttinger und Innenminister Heribert Rech waren nicht die einzigen, die sich hier und da etwas erklären ließen und anerkennend auf Schultern klopften. Nach den Grußworten und Reden bauten die Hattenhofer ab und verstauten alles sorgfältig.
Und dann: Rein ins Vergnügen. Gemeinsam tummelten sich die Jugendlichen erst am reichhaltigen Büffet, um dann, erst ein wenig scheu, dann neugierig souverän zwischen all den prominenten Gästen die verschiedenen Darbietungen zu bestaunen.

Als Rainer Kienzle gegen 22 Uhr zur Heimfahrt rief, wollten niemand gehen. „Von wegen Langeweile bei offiziellen Anlässen“, lacht der Jugendrotkreuzleiter. „Alle haben den Abend genossen und viel Interessantes mitgenommen – ein wirklich besonderes Erlebnis.“ Mit Stolz betont er, wie aufmerksam und sicher die Jungsanitäter ihre Aufgaben erledigt und sich „hervorragend präsentiert“ haben.

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